Am 03. Dezember machten sich sechs Klassen unserer Schule auf den Weg in die Münchner Innenstadt, um sich die Oper „Hänsel und Gretel“ anzuschauen und anzuhören.
Mit ihren Eintrittskarten in den Händen stürmten die Schüler aufgeregt in das allein schon beeindruckende Gebäude mit den hohen Decken und riesigen Kronleuchtern. Als es dann endlich losging und alle auf ihren Plätzen rätselten, was sie denn nun erwarten würde, ging der schwere schwarze Samtvorhang auf, das Orchester begann zu spielen und eine übergroße Leinwand mit einem leeren Teller wurde sichtbar. Ein Moment der gespannten Stille!
Einige mussten sich schon bald in Geduld üben – denn einfach nur klassischer Musik zu lauschen, in einer befremdlich klingenden und doch deutschen Sprache singenden Schauspielern zu folgen und ein karges, gleichbleibendes Bühnenbild anzuschauen, fiel den meisten Kindern nicht leicht.
Und doch konnte die musikalische Darbietung des Märchens faszinieren – immer wieder kamen Fragen zum Geschehen auf der Bühne, einige lasen die eingeblendeten Texte des Gesangs fleißig mit und zumindest eine Ahnung von der bedrohlichen Lage der beiden Kinder Hänsel und Gretel ließ unsere Schüler mitfiebern.
Der ganze ehrwürdige Opernsaal tobte als die Kinder Beifall klatschen, stampfen und pfeifen konnten und lautstark ihre Sympathie für die beiden Helden des Stücks bekundet haben.
Die Schauspieler und Musiker nahmen die kindliche Begeisterung mit Humor und Wohlwollen. Und die Schüler nahmen in jedem Fall ein bleibendes Erlebnis und die Erkenntnis mit, dass in einem Theater kein Video abgespielt, sondern echte Musiker und Sänger eine bewegende Geschichte spielen und singen.